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Katholikentag in Ulm 2004 - Ein kleiner Schritt nach vorne?

Diese Frage begleitete unsere Vorbereitungen für den Katholikentag in Ulm 2004.

Nach Abschluss der Veranstaltung können wir diese Frage uneingeschränkt bejahen: die überwiegende Zahl der BesucherInnen unseres Standes ganz am Ende in Halle 7 in guter Nachbarschaft mit der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen reagierte positiv auf unsere Anwesenheit und freute sich über unsere „kleinen Füße“, die wir symbolisch in Form von Keksen anboten..

Unsere Aktion „Pflichtzölibat ja oder nein?“ war ebenfalls eine gelungene Idee: Ca. 1.400 rote Wattekugeln in der Glasröhre für „abschaffen“ gegenüber etwa knapp 150 schwarzen Kugeln für „beibehalten“ sind ein überwältigendes Ergebnis, das wieder einmal ganz deutlich aufzeigt, dass die Basis, das Kirchenvolk, nichts gegen verheiratete Priester hätte und, wie in den Gesprächen zum Ausdruck kam, auch meist nichts gegen Frauen im Priesterberuf..

Da macht es nichts, dass vor allem Jugendliche konservativer Gruppierungen versuchten, das Ergebnis zugunsten der schwarzen Kugeln aufzubessern, indem sie mehrmals vorbei kamen oder indem sie gleich eine ganze Handvoll einzuwerfen versuchten. Eine alte Frau stampfte gar mit dem Fuß in die Glasschüssel mit den roten Kugeln!

Was sich hier darstellte, kam auch in den zahlreichen, oft intensiven Gesprächen zum Ausdruck. „Gut, dass ihr da seid!“ „Es war doch sicher nicht einfach, hier einen Platz zu bekommen!“ „Diese Unehrlichkeit lähmt die Kirche massiv und bringt sie um den Segen ihres Wirkens.“ (E-Mail am Tage danach von einem Standbesucher). Viel Mut, Ausdauer und Gottes Segen wurde uns immer wieder gewünscht.

So können wir nur allen danken, egal ob sie bei der Vorbereitung ihre Ideen einbrachten, ob sie mit viel Einsatz die oft sehr anstrengenden Gespräche am Stand führten oder ob sie als Standbesucher durch ihre Gesprächsbereitschaft zeigten, dass wir für die Menschen und damit für die Kirche weiter machen müssen.

Maria Leunissen