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Meinungen unserer Gäste am Stand

  • Zölibat soll freigestellt werden, bin am Priesteramt interessiert.
  • Die Aufhebung des Zölibates würde viele weitere, notwendige Reformen nach sich ziehen, daher vermutlich die heftigen Widerstände der Kirchenleitung.
  • Bitte schafft dieses Pflichtzölibat ab!
  • Zölibat – dagegen; ich finde verheiratete Priester können ihr Amt genauso ausführen.
  • Ich hoffe sehr, dass unsere Kirche endlich aufwacht und das Zölibat abschafft. Ich glaube, dass wir dann keinen Priestermangel mehr hätten und die Priester jemand hätten, sich zu beraten. Verheiratete Priester könnten sich besser in die Probleme der Familien einfinden und wirkliche Seelsorger sein.
  • Endlich kommen wir zum Nachdenken.
  • Früher schlichen sie heimlich davon oder wurden aufgefordert, sich unsichtbar zu machen. Heute lassen sich das Kirchenvolk und viele Priester dies nicht mehr gefallen. Der Wind weht da, wo er will, und das ist gut so. Es ist Zeit für den Wandel.
  • Hoffentlich wird bald der Zölibat abgeschafft.
  • Die Aufhebung des Zwangszölibats wäre der erste Schritt hin zu einer wirklich geschwisterlichen Kirche. Überspringt die Grenzen und Mauern vatikanischer Zwangsordnungen!
  • Viel Durchhaltewillen, viel Segen, viel Freude an Eurem Engagement wünscht Euch Christoph Klein.
  • Ich bin sehr für die Freigabe des Pflichtzölibats. Es ist ehrlicher und menschlicher.
  • Ich möchte Sie darin unterstützen, dass Ihre Forderung nach Abschaffung des Pflichtzölibats Gehör findet.
  • Ich halte es für dringend erforderlich, dass das Zölibat endlich abgeschafft wird. Gleichberechtigung für beide Geschlechter, Frauen sind genau so fähig, den christlichen Glauben zu verkünden und Sakramente zu spenden.
  • Ich habe schon vor ca. 42 Jahren unterschrieben, dass der Zölibat abgeschafft werden soll.
  • Als Moslem wünsche ich mir für meine christlichen Brüder, dass diese schwere Last abgeschafft wird.
  • Löst die alten Strukturen!
  • Als evangelischer Glaubensbruder weiß ich, wie wichtig Familie und Ehe für den Kontakt zur Gemeinde ist. Viel Erfolg und Gottes Segen.
  • Meine Wünsche für Sie: Durchhaltevermögen und Spaß am Diskurs!
  • Als angehende Religionslehrer beschäftigt uns das Thema sehr – der „Ist-Zustand“ in dieser Thematik missfällt uns! … Wir plädieren für ein freiwilliges Zölibat und die Anerkennung verheirateter Priester.
  • Meiner Meinung nach sollten Frauen und Männer gleichgestellt werden. Das Pflichtzölibat ist völlig überflüssig. Ein Priester, der in Ehe lebt, hat meiner Meinung nach ein besseres Verhältnis zu Personen und Familien. Er kann vorleben, dass Mensch sein in der Familie gut ist und dass er den Glauben auch leben kann.
  • Ich bin überzeugt, dass bei Abschaffung des Pflichtzölibates der bestehende Priestermangel signifikant verändert werden kann.
  • Ich bin schon etwas älter, aber ich bin überzeugt davon, dass ich die Abschaffung des Pflichtzölibates noch erlebe. Ich wünsche es Ihnen von ganzem Herzen.
  • Ich auch …

Aus unserem Gästebuch ausgewählt von Waldemar Wolf

Impressionen vom 2. Ökumenischen Kirchentag

Der Stand der VkPF war auch bei diesem 2. Ökumenischen Kirchentag stark frequentiert und die Frauen und Männer der VkPF als Gesprächspartner heiß begehrt. In zahllosen Gesprächen, die teilweise sehr intensiv und persönlich waren, fanden Betroffene und Interessierte Antworten auf Fragen rund um die Zölibatsproblematik. Mit einigen Bildern wollen wir einen Eindruck vermitteln davon, wie unser Stand aussah und wie lebendig es dort zuging.

Der Stand der VkPF in noch "jungfräulichem" Zustand nach dem Aufbau.

Reges Interesse am Schicksal suspendierter Priester und ihrer Familien.

Menschen aus allen Konfessionen teilten ihr Leiden an der Kirche mit uns.

(Die Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.)

Ein erstes Resümee des 2. Ökumenischen Kirchentages

Der 2. Ökumenische Kirchentag in München ist Geschichte - ein 3. Ökumenischer Kirchentag ist aber (leider) noch nicht in Sicht. Aber fest steht, dass es im Kirchenvolk (hauptsächlich dem katholischen) rumort. Unzufriedenheit und Unmut über das Gebaren der Kirchenleitung im Umgang mit den Missbrauchsfällen, mit überfälligen Reformen und nicht zuletzt mit dem Anliegen der Ökumene waren lauter und unmissverständlicher als je zuvor zu hören und zu spüren. Die Kirche wurde bis in ihre systematische Struktur hinein in Frage gestellt.

Einmal mehr konnte man auch erleben, dass die Basis in Sachen Umgang mit der Ökumene weiter war als die kirchliche Ideologie und Hierarchie. Die Begegnung zwischen den Konfessionen geschah unkompliziert und auf Augenhöhe - nichts war davon zu spüren, dass sich das Volk der katholischen Doktrin anschloss, die anderen Konfessionen nicht als "Kirchen im eigentlichen Sinne" anzuerkennen. Im Gegenteil: die Gemeinsamkeiten und die Zusammengehörigkeit wurden betont und ein gemeinsames eucharistisches Mahl aller Konfessionen gefordert. So feierten alle Konfessionen eine gemeinschaftliche Agapefeier unter der Leitung der orthodoxen Kirche - und auch die offiziell untersagte gemeinschaftliche Eucharistiefeier von katholischen und evangelischen Christinnen und Christen fand dennoch statt unter der Leitung eines pensionierten evangelischen Pastors und des wegen ebendieses Deliktes beim 1. ÖKT vor sieben Jahren in Berlin suspendierten katholischen Priesters und Professors Gotthold Hasenhüttl.

Das Skandalthema der Missbrauchsfälle war auch in München omnipräsent - und es nährte die Hoffnung, dass sich die katholische Kirchenleitung durch dieses Beispiel zu einem offeneren und ehrlicherem Umgang auch mit anderen Tabuthemen bewegen lässt. Reformen wie ein Ändern der Zölibatsregelung, der Zugang zu Ämtern für Frauen, die Erweiterung der Kompetenzen für (hauptamtliche) Laien in den Gemeinden oder eine grundlegende Neuausrichtung des Priesterbildes wurden immer wieder gefordert, gerade von vielen enttäuschten und frustrierten Gemeindechristinnen und -christen, die ihrer Kirche trotz aller Vorkommnisse nicht nur in der jüngsten Zeit nach wie vor die Treue halten. "Auftreten statt Austreten" lautete denn auch das trotzige und dennoch nicht hoffnungslose Motto vieler Katholikinnen und Katholiken, die ihre Kirche noch immer nicht abschreiben wollen, obwohl sie ihnen durchaus Gründe dafür liefert.

So wird es endlich Zeit, dass die Bischöfe (nicht nur die deutschen, sondern alle - bis hin zum Bischof von Rom) begreifen, dass diejenigen, die nach Veränderungen und Erneuerung in der Kirche rufen, nicht gegen diese agieren, sondern sich für sie einsetzen; dass sich nicht eine andere Kirche wollen, sondern diese Kirche anders! Wer sich für das kircheneigene Leitwort "ecclesia semper reformanda" (man könnte es auch mit Johannes XXIII. sagen: das "Aggiornamento") einsetzt und in der Kirche bleibt, der verdient es, beachtet, gehört und als Dialogpartner respektiert zu werden - und nicht verdächtigt zu werden als irgendwie gearteter "Feind der Kirche", wie dies neokonservative ultramontanistische Gruppierungen gerne tun. Denn solchen Menschen, die trotz aller Kritik an der Kirche an dieser festhalten, liegt die Kirche wahrlich am Herzen, weil der christliche Glaube ihre geistige und geistliche Heimat ist und sie die Kirche (wieder) als glaubwürdiges Sprachrohr des Evangeliums sehen möchten. Wie viele gutwillige und kritisch-engagierte Christinnen und Christen es insbesondere in der katholischen Kirche gibt, haben die Tage in München gezeigt - ein kostbares Gut, das die Kirche nicht aufs Spiel setzen und verlieren darf!

Begegnung an unserem Stand auf dem Ökumenischen Kirchentag in München

Ein wie sich später herausstellte 82-jähriger Herr studierte unseren Stand. Nach einiger Zeit ging ich zu ihm. „Ich will von diesem ‚Haufen‘ nichts mehr wissen“, sagte er. Vorsichtig fragte ich nach, da ich mir nicht ganz klar war, welchen „Haufen“ er meinte.
„Internat, Priesterseminar und auf die Menschen losgelassen. Wir haben weder Diskutieren noch Streiten gelernt. In dieser Kirche wird nicht nachgedacht. Es gibt nur Felsen, kein Grün! Sie können ihre Arbeit vergessen“, sagte er.

Unzufrieden, traurig und einsam stand er da. Auf meine Nachfrage nannte er mir weitere Stationen seines Lebens: „Ein Pfarrerleben, wie es eben so ist.“ „Da müssen Menschen dabei gewesen sein, denen sie gut getan haben“, meinte ich. Seine wachen Augen veränderten sich ein bisschen. Eine Spur Freude – oder? Zumindest war der Abschied sehr freundlich.

Edith Wolf

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Literatur zum Zölibat

  • Oh, Gott! Kreuzweg Zölibat +

    Loser Friedli Gabriella Loser Friedli, Oh, Gott! Kreuzweg Zölibat, Wörtersee-Verlag, 2014

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  • Ich bin auf den Grund gegangen +

    Zellner Lorenz Zellner, Ich bin auf den Grund gegangen - aber nicht zugrunde, Verlag epubli GmbH, 2013 , 14,80 €

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  • Zölibat und Frau +

    BuchtitelLuise Rinser, Zölibat und Frau, Verlag Echter, 1967

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  • Zehn Argumente für den Zölibat +

    Buchtitel Hans Conrad Zander, Zehn Argumente für den Zölibat. Ein Schwarzbuch, Verlag Patmos, 2006, 7,95 €

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