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Katholikentag in Dresden

Impressionen aus Dresden

Die Anreise per Auto am Mittwoch ist mörderisch. Die schwüle Hitze sorgt dafür, dass der Schweiß ohne jede Anstrengung nur so am Körper herunterläuft. 15.00 Uhr Treffen im Ratskeller in der Nähe der Kirchenmeile. Der Schweiß trieft weiter; allmählich trudeln die anderen erschöpft-fröhlich nach kühlen Getränken dürstend ein: Friedrich, Mechthild, Wolfgang, Clemens, Carola, Jürgen, Ilse, Karl, Gertrudis und Klaus, Josef und Gertrud. Vorbesprechung zum Standaufbau: Alle wissen Bescheid, keiner weiß Bescheid. Materialien werden zum Stand auf der Meile gekarrt. Wolfgang hat ihn schon gesichtet und dekoriert; er weiß nicht, dass Mechthild diese Aufgabe eigentlich übernommen hat. Erste Katholikentagsbesucher entdecken Stand 175 der Vereinigung. Ihre Gesichter verraten: Hier ist der Stand, da müssen wir morgen hin! Dann kommt die Sturmwarnung. Alle Gegenstände und Materialien sichern. Feierabend.

Quartiersuche in Radebeul beginnt. Die Gasteltern bieten ein kühles Bier und Abendbrot an. "Verheiratete Priester, gibt es denn das?" Dankbar falle ich ins Bett; die Hitze erschwert das Einschlafen. Am Donnerstag Parkplatzsuche in der Nähe des Standes. Es klappt - auch in den nächsten Tagen. Der Sturm über Nacht bleibt aus, dafür setzt der Sturm der Besucher ein. Unser Stand ist noch nicht hergerichtet, schon werden wir in Gespräche verwickelt. Hübsch und ansprechend sieht er aus. Tisch und Stühle stehen zur Verfügung; Jubiläumsrückwand der VkPF wird befestigt, Blumen angebracht. Grün-violett-weiß-orangenfarbene Kreppstreifen zieren die Gestänge, dazwischen hängen die provozierenden, auf Plakatgröße gebrachten Aufkleber. Der Pflichtzölibat verdunstet, zerbröselt. Der Blickfang ist perfekt. Der Standdienst funktioniert. Als Gesprächspartner stehen meist fünf, sechs "Aktivisten" bereit. Das Material ist begehrt: Handzettel zur VkPF, Handreichung "Löscht den Geist nicht aus" (rent a priest), das Mitteilungsblatt, Sondernummern: "Mutter Kirche", "Zölibat und Priesterehe", "Handreichung zum Ausscheiden" und "Versicherungsfragen".

Mit "Hydeparks Corner" beschreibt die Dresdner Neueste Nachrichten die Atmosphäre und die Menschenansammlung vor dem Stand der VkPF. "Ihr gehört vergast!", "Wir können aus unserer Ehe auch nicht einfach aussteigen!", "Glauben Sie wirklich, dass der Zölibat abgeschafft wird?", "Bei dem Papst sicher nicht!", "Höchste Zeit, dass der Zölibat freigestellt wird!", "Toll, dass Ihr hier seid!", "Wir haben auch keinen Pfarrer mehr!", "Ich lebe seit vielen Jahren mit einem Priester in heimlicher Beziehung!", "Mein Partner leidet unter dem Ausscheiden, wo gibt es Hilfe?", "Gibt es denn verheirate Priester in der katholischen Kirche?", "Ich bin auch für die Abschaffung des Zölibats!", "Es gibt sogar eine Vereinigung? Nie gehört!".

Schicksale von Besuchern kommen zu Wort. "Können wir nicht eine Unterschriftenliste machen?" 1306 Besucher tragen sich in den nächsten Tagen ein. Die getarnten Kleriker kann man riechen. Manche machen einen Bogen um den Stand, andere schnappen schnell nach Infomaterial mit Kontaktanschriften und verschwinden. Eine Sitzecke für intime Gespräche ist im Hintergrund des Standes eingerichtet.

Immer neue Gesprächspartner finden sich ein. Viele Neugierige strecken ihre Hälse über die Materialien. Manche warten darauf, dass sie angesprochen werden, andere legen von sich aus los. Zwischendurch einen Keks, einen Schluck Wasser, einen Augenblick sitzen und ausruhen, dann geht es wieder weiter. Kaum eine Pause zum Luftholen. Gibt es in den neuen Bundesländern keine Priester ohne Amt? Doch, einen habe ich getroffen: Michael und Heike leben jetzt in Osnabrück und wollen Kontakt zur Regionalgruppe Hannover knüpfen. Ein deutscher Missionar aus Übersee wünscht regelmäßigen Bezug des Mitteilungsblattes. Christen aus der ehemaligen DDR verstehen nach längerem Gespräch besser die Anliegen der VkPF.

Medienvertreter registrieren die VkPF. Interviews laufen. Wie ein Fels in der Brandung steht berufsjugendlich kurzbehost Karl mit einem weit sichtbaren Plakat etwas abseits mitten im Weg und spricht mit den ihn umringenden Menschen. Es ist was los! Ach, was haben wir ein tolles Plätzchen vor der Hütte! Parkähnliche Fußgängerzone mit riesigen, schattenspendenden Bäumen, sogar zwei Parkbänke davor, und nicht den Lärm von Großbaustellen wie am anderen Ende der Kirchenmeile, wo Zelte, Stände und Besucher außerdem der unerbittlich knallenden Sonne ausgesetzt sind. Für unseren ersten Auftritt auf dem offiziellen Katholikentag haben wir das große Los gezogen.

Die Stimmung unter den Aktiven ist prächtig. Und Wolfgang steht Tag für Tag von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr beim Stand und verwickelt Menschen in Gespräche. Es macht ihm sichtlich Freude. Mechthild hat ihr Rochett-Kleid an, das Friedrich früher zu Trauung und Taufe trug, der ausladend dunkelviolette Strohhut ist das I-Tüpfelchen. Die Bild schießt ein Foto; ob es gedruckt wird? Abends sitzen wir mit 12 Personen am 8-Personen-Stammtisch beim Österreicher - erschöpft, heiter - und lassen den Tag ausklingen. Der Hochzeitstag von Ilse und Karl wird gefeiert. Freundliche Wach-Leute campieren direkt neben unserem Stand, so fehlt am nächsten Tag nichts. Der Trubel kann wieder beginnen.

Jürgen und Karl haben zur Pressekonferenz geladen. Einige Medienvertreter kommen und machen sich Notizen zu den Ausführungen. Auch die Initiativgruppe der vom Zölibat betroffenen Frauen mit Uschi Haertle neuerdings an der Spitze ist plötzlich da. Sie versäumten zwar den Meldetermin für einen Stand, doch jetzt haben sie einen provisorischen eröffnet. Aufkleber und Button gehen reißend weg. Nette Leute in den Nachbarständen rechts und links: "Kritische Katholiken Berlin" und "Ökumenisches Frauenzentrum Evas Arche"; etwas weiter religiöse Extremisten "Medjugorje Deutschland". Unterwegs zur Einheit!?

Auf dem Ikvu ist nicht so viel los, berichten Carmen und Reinhold. Ich überzeuge mich selber davon während meines Standdienstes. Besucher tröpfeln vereinzelt daher. Aber so lerne ich Maximilian aus München kennen, der gar nicht auf der Standliste steht, aber unentwegt den Infostand betreut. Und mit Josef kann ich sprechen, der mir begeistert vom Trierer Priester-Familien-Treffen in St. Thomas erzählt. Mit Interesse wird der groß angeschlagene Brief von Peter Jäger an die "Kandidaten zur Bundestagswahl" gelesen, der im letzten Mitteilungsblatt veröffentlicht ist.

Die Teilnahme der Katholikentagsbesucher am IKvu ist enttäuschend. Gut, daß ich da noch einen Arbeitskollegen treffe. Von unser beider Biographien wussten wir beide bis dahin nichts. So hat der IKvu wohl keine Zukunft. Der Staub des Kirchplatzes legt sich hoffentlich nur auf Schuhe und Kleidung, nicht auf die Anliegen der Basisgruppen und unbeliebten Initiativen.

Die durch Besuchermangel sich einschleichende Ernüchterung weicht sofort angesichts des Anblickes unseres Standes auf der Kirchenmeile. Sabine und Rita, Thomas und Hans-Georg führen den berühmten Sketch vom Berliner Katholikentag meisterhaft glaubwürdig auf Bühne 4 vor. Augenblicklich ziehen sie die Passanten mit spontanem Beifall und Gelächter in ihren Bann. Immer mehr Menschen bleiben stehen und verfolgen: Kaplan und Partnerin zum Gespräch im Bischofshaus. Bischof will "kleines Problem" der beiden lösen und Kaplan "zurückhalten". Doppelbödigkeit und Unverständnis enden, indem die bischöfliche Hausdame ihren Bischof mit den Worten umarmt: "Ich weiß gar nicht Schatz, warum deine Kapläne immer heiraten wollen!"

Das anschließende 15-minütige Interview nutzen Thomas und Sabine, Mechthild und Jürgen sowie Ilse und Karl, um auf dem Neustädter Markt mit Hilfe neugieriger Journalistinnenfragen die Problematik des Ausscheidens und die Ziele der Vereinigung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Beifall brandet auf.

Auf Wiedersehen hoffentlich auch beim nächsten Katholikentag. Danke Dresden.

Dietmar Kortkamp

Eindrücke eines Mitwirkenden

Katholikentag in Dresden 1994
Eindrücke eines Mitwirkenden

Dass unser Stand in die offizielle Kirchenmeile aufgenommen worden war, hat uns und viele Besucher staunen lassen über die neue Offenheit einer sich in der Vielfältigkeit begegnenden Kirche. "Da seid Ihr doch sicher aus Versehen durchgerutscht - bei der Einstellung unserer Bischöfe", argwöhnte ein sich als Insider ausgebender Endvierziger... Manche drückten uns nur die Hand: "Macht weiter! Der Zölibat muss fallen!" Und immer war der Pflichtzölibat gemeint. Christen mit dieser Einstellung, für die der Zwangs- oder Koppelungszölibat ein Relikt einer sexualfeindlichen, keinesfalls schöpfungsorientierten Theologie war, wünschten uns Kraft und Ausdauer bei unserer Arbeit.

Die meisten suchten jedoch das längere Gespräch. Oftmals wurde es ausgelöst durch das "Firmenschild": "Gibt es das? Katholische Priester mit Frauen? Das läuft doch nur heimlich so". So die Vorsitzende einer Frauengemeinschaft. Am erschütterndsten waren für mich die Gespräche mit jungen Paaren, bei denen der Glaube geradezu greifbar war. Ich zählte an zwei Tagen über fünfzig junge Männer, die sich gern in den Dienst der Kirche als Priester stellen würden, wenn die angekoppelte Zölibatsforderung nicht bestünde.

"Da wird in der Kirche ständig um Priesternachwuchs gebetet, Gott schenkt auch Berufungen in Fülle, und die Amtskirche wagt es, das von Gott geschenkte Charisma abzuweisen, Gemeinden veröden zu lassen, obwohl Jesus nie den Zölibat für seinen Dienst eingefordert hat, die Apostel verheiratet waren, die alte Kirche den verheirateten Gemeindeleiter kannte und die historischen Ursachen für die Einführung des Zölibats z.T. in recht üblen, keineswegs jüdisch-christlichen Einstellungen gründen." So ein Gemeindereferent, der darauf hofft, dass eine neue Kirchenleitung endlich den Zwangszölibat fallen lassen wird.

Gespräche mit einzelnen: Priester im Amt, dabei jüngere, die unsere Erfahrungen abfragten, wie die Diözesanleitung in der Diözese X, aber auch die Konfratres reagiert haben, Wohnungsfindung, finanzielle Unterstützung für ein Weiterstudium, weitere Tätigkeit in der Kirche, Berufsmöglichkeiten heute. Oft ging es auch ganz persönlich zur Sache: Wie wir den Schritt verkraftet haben, wie wir als "Ungeübte" mit Ehe und Familie oder im Konkurrenzkampf der Betriebe klarkommen. Und da inzwischen einige von uns schon 20 und mehr Jahre an Erfahrungen haben sammeln, manchem "Bruder in der Krise" mit Rat und Tat haben beistehen können, konnte es zu offenen, selbstkritischen Antworten, Dialogen und oft tiefen Begegnungen kommen.

Bedrückend waren die Gespräche mit älteren Priestern, für die der Zölibat zur unerträglichen Last geworden ist, die in einer Beziehung oft seit Jahren leben, für sich und ihre Partnerin das Versteckspiel nicht mehr ertragen können, andererseits aber auch die Unmöglichkeit sehen, noch irgendwo Fuß fassen zu können, die wissen, dass sie von der Amtskirche fallengelassen und in die volle Ungesichertheit gestoßen werden. Wir wiesen sie auf unsere Kreise hin, dass sie dort am ehesten Verständnis, Vertrauen und eventuell Hilfe erfahren dürften.

In die Einzelgespräche mischten sich, wenn sie nicht zu persönlich geführt wurden, gern weitere Diskutanten oder Zuhörer, so dass es immer wieder zu Traubenbildungen kam und der Weg an unserem Stand oft versperrt war. Vorbeiziehende mussten über den Rasen ausweichen.

Eigenartige Menschen waren freilich auch mit unter den Passanten: der alte Herr aus Hagen, der mich eineinhalb Stunden in ein Gespräch einband. In der Tasche ein Megaphon, mit dem er unseren "Sündenstand" eigentlich eindecken wollte. Dann aber erzählte er mir sein ganzes Elend, und wir verabschiedeten uns wie alte Freunde. Ein anderer wollte uns vergast haben, ein dritter zeigte uns den "Effenberg -Finger".

Interessant waren für uns die Gespräche, in denen Ost-Erfahrungen einflossen. So die Unterhaltung mit einem Diakon aus dem Görlitzer Raum. Er hatte sich die Vereinigung angekreuzt, wollte ihr richtiges Christsein vorstellen. Wir sprachen lange miteinander und verstanden brüderlich unsere Positionen: "Unterwegs zur Einheit".

Viele Dialoge lösten sich ganz von unseren Anliegen und wurden zu Glaubensbegegnungen: Wie muss ich Jesus heute verstehen und leben? Wer hilft mir, die Bibel zu lesen und aus ihr mein Leben zu führen? Eine Dresdner "Direktorin" ließ sich in den Standort katholischer Exegese und hilfreiche Literatur einführen, hatte aber große Bedenken, dass katholische Theologen sich zu sehr evangelischen Positionen annäherten. Weitere Themen: Gemeinde Jesu, Eucharistie und Sakramentenpraxis, das moderne und christliche Weltbild, der Christ in der Arbeitswelt und in der Politik.

Viele Frauen klagten uns ihr Leid mit der Amtskirche oder konkret mit ihrem Pfarrer, wie zweitrangig sie behandelt werden. Die Frau zählt nicht in der Kirche oder nur in entsprechenden Putz- oder Hilfsdiensten. Ihre Gedanken oder ihr Wissen und ihre Erfahrungen in Glauben und Leben sind in der Kirche nicht gefragt. Die Entrüstung war bei Frauen mittleren oder höheren Alters oftmals größer als bei jüngeren.. Die bezogen manchmal recht konservative oder auch resignative, einige allerdings auch sehr kämpferische Positionen: "Wir handeln einfach. Nachfragen ist gewesen." Und oft: "Wir sind die Kirche!" Dass die Frau ins Amt muss, alles andere Nachhutgefechte sind, war für die überwiegende Mehrheit eine Selbstverständlichkeit.

Einen ganz positiven Eindruck hatten wir in unseren Begegnungen mit Ordensleuten. Hier fielen uns besonders die Franziskaner auf. Sie kamen auf uns zu, sprachen uns auf unsere Themen und Erfahrungen an, zeigten auf, wie sie sich inzwischen um Mitbrüder mühten, die den franziskanischen Weg draußen in Ehe und Familie und Beruf weitersuchten. Ihr Austritt wird nicht mehr verheimlicht, sondern öffentlich mit Dank für die geleistete Arbeit bekannt gemacht. Und die Ordensleitung spricht mit dem aus dem engeren Kreis Ausscheidenden auch die berufliche Weiterbildung und Sicherung durch. Ebenso zeigten viele Schwestern aus verschiedenen Kongregationen zu unserer Freude auch keine Berührungsängste, stiegen vielmehr, uns entlastend, in Diskussionskreise ein und entwickelten ein neues und doch so biblisch altes Bild von einer geschwisterlichen Kirche.

Wenn ich meine Erfahrungen in Dresden mit denen von Karlsruhe vergleiche, so lautet mein Ergebnis: In Dresden standen wir mehr "auf der Straße". Und das tat uns und den Gesprächspartnern gut. Die Gespräche fanden zwischen den Geschäften, eben mitten im Alltagsleben statt. Es kamen nicht nur kirchaktive Katholiken vorbei, sondern normale Bürger der Stadt. Und bei vielen von ihnen spielen interne Kirchen- oder auch Glaubensfragen keine besonders große Rolle. Auch das war für uns eine wichtige Erfahrung.

Christen, besonders aus der ehemaligen DDR, darunter auch eine Anzahl evangelischer Christen, die grundsätzlich die Freigabe der Zölibatsentscheidung für Priester forderten, wiesen gleichzeitig auch auf Probleme hin, die sich durch verheiratete Priester stellen werden. So kann eine Gemeinde unter einer Störung in der Ehe des Pfarrers leiden. Es gibt einfach Belastungszeiten durch die Familie. Es können sich Zeit- und Interesseneinschränkungen ergeben. Die Partnerinnenwahl wird von hoher Bedeutung. Ehescheidungen gehören zu den zu bewältigenden Konfliktfällen der evangelischen Kirche. Mit ihnen wird zu rechnen sein. Trotz verheirateter Pastöre seien die evangelischen Kirchen auch nicht voller, die Austritte nicht geringer.

Aber wir suchen ja keine konflikt- und problemfreie Kirche. Kirche muss sich in den Problemen des Alltags bewähren, der Glaube im familiären plus beruflichen genau wie im zölibatären Leben gelebt werden können. Es gibt keinen höheren und minderwertigen Weg der Lebensführung, nur einen je anderen.

Ein Pfarrer forderte die Vereinigung auf, sich der Kirche zur Verfügung zu stellen, wenn die Freigabe erfolgt. "Nach diesem Papst sicher; sie ist nicht mehr wegzudenken." Mit unseren Erfahrungen könnten wir dann Fehlentwicklungen abfangen, psychologisch bedachten und zu bedenkenden Rat den in die "Ehelaufbahn" einschwenkenden jüngeren Theologen und ihren Bräuten und Ehefrauen und der Theologenerziehung geben.

Hardliner waren eine Rarität. "Befehl von oben, Gehorsam von unten", so ein Ehepaar aus Paderborn. "Uns interessiert nicht das Leben und die Lebensführung unseres Priesters - unser taugt auch nichts - uns interessiert nur, ob er gültig geweiht ist und so das Brot wandeln kann." Es gab sie selten, aber wir vernahmen sie, suchten das Gespräch mit ihnen, die sich von einer von oben reglementierten Kirche nicht, noch nicht trennen mochten. Größer war der Anteil der die Autorität Einfordernden aus den ostdeutschen Ländern. Ein Pfarrer aus Leipzig, dem ich meine Beobachtung schilderte, bestätigte das Phänomen und versuchte es mir aus der historischen Vergangenheit der beiden Deutschland zu erklären.

Erfahrungen organisatorischer Art sollten bei einem der nächsten Treffen ausgetauscht, die Materialienvorbereitung besprochen werden. Gesprächsmethodiken und Einstellungen und erfahrene Inhalte könnten bedacht werden.
Ferner wäre eine theologische Runde nutzbringend. Auch unter uns gibt es verschiedene "Schulen", auch wir "unterwegs zur Einheit": unser Jesusbild, Priester und/oder Gemeindeleiter, die Frau im Amt (in welchem der kommenden Kirche?), die Fülle der Charismen in einer Gemeinde, Umgang mit Konflikten, und vieles andere mehr.

Wolfgang Kulozik

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Literatur zum Zölibat

  • Oh, Gott! Kreuzweg Zölibat +

    Loser Friedli Gabriella Loser Friedli, Oh, Gott! Kreuzweg Zölibat, Wörtersee-Verlag, 2014

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  • Ich bin auf den Grund gegangen +

    Zellner Lorenz Zellner, Ich bin auf den Grund gegangen - aber nicht zugrunde, Verlag epubli GmbH, 2013 , 14,80 €

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  • Zölibat und Frau +

    BuchtitelLuise Rinser, Zölibat und Frau, Verlag Echter, 1967

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  • Zehn Argumente für den Zölibat +

    Buchtitel Hans Conrad Zander, Zehn Argumente für den Zölibat. Ein Schwarzbuch, Verlag Patmos, 2006, 7,95 €

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