Logo schmal

Es waren sehr viele (200 000) Menschen unterwegs. Sie gingen, liefen, fuhren in die verschiedensten Richtungen. Je näher ich meiner Zielveranstaltung kam, desto mehr waren sie mit mir auf dem gleichen Weg.
Am Donnerstagabend habe ich am Rande den Eröffnungsgottesdienst miterlebt, währenddessen war unser Stand der Initiativgruppe vom Zölibat betroffener Frauen „Unter den Linden“ schon sehr belagert. Martina C., die später kam, fand das „irre“.
Am Freitagmorgen erlebte ich mit Marianne Gatzen den Schluss eines Ökumenischen Gottesdienstes, dessen Segenswünsche uns sehr anrührten. Anschließend versuchten wir „als moderne Menschen an Gott (zu) glauben“, aber das Podiumsgespräch ließ für uns zu viele Fragen aufkommen.
Am Nachmittag ging ich in den Ausstellungshallen herum, sang mit den Zölibatsfrauen die „Moritat vom Zölibat“ und beim anschließenden Standdienst freute ich mich über die vielen „jungen“ Paare: Maria und Stefan, Monika und Claus, Martina und Jens. Aber auch das ältere Semester war vertreten: der väterliche Ernst Sillmann, Dieter Kittlauß, Clemens Wilken.
Außerhalb begegnete ich Waltraud und Josef. Sehr häufig kam Claus Gouders, der beim Stand für „Biblische Reisen“ in der Nähe war und immer wieder Kugelschreiber nachlieferte.
Zuletzt möchte ich das Ehepaar Gatzen erwähnen, die mit viel Arbeit und Mühe den Stand vorbereitet und betreut haben. Herzlichen Dank dafür! Und wenn ich jemand vergessen haben sollte: Verzeihung!
Eine besondere Freude erlebte ich, weil die Zusammenarbeit mit den Zölibatsfrauen freundschaftlich und harmonisch verlief, und ich nicht mehr zwischen zwei Stühlen sitzen muss.
Die Gespräche an beiden Ständen mit den Interessierten waren gut, vor allem die gewonnene Solidarität der Evangelischen.
Leider waren die guten Abendveranstaltungen alle überfüllt, so dass ich manches nicht mitbekam, aber dafür einiges intensiv; z.B. die Veranstaltung: „Der Freiheit ein Gesicht geben“ hat mir persönlich viel gegeben.
Der Höhepunkt für mich war am Freitagnachmittag das Wiedersehen mit Pater Painadath aus dem indischen Ashram, in dem ich eine spirituellen Neuanfang erlebte. Deshalb besuchte ich seine Veranstaltung: Solidarität weltweit - Gespräche mit WeggefährtInnen.

Einige seiner Gedanken möchte ich weitergeben:
1. Nicht aus der Vergangenheit leben, sondern neue Perspektiven auftun, um suchende und fragende Menschen zu erreichen.
2. Dem großen Geist Raum geben, um die Menschen zu befreien (säkulare Spiritualität entwickeln)
3. Unsere Kultur und Religion nicht als die Höchsten ansehen aus Angst vor Verlust der Macht. Kein Urteil über andere Religionen aus Angst vor fremden Denkmustern.
4. Jesus lud zu seinen Lebzeiten zur Tischgemeinschaft mit Zöllnern und Sündern ein.
Er gab den Armen Selbstwertgefühl und den Ausgestoßenen Heimat. Kurz vor seinem Tod hinterließ er uns das als Vermächtnis: Tut dies zu meinem Gedächtnis, nämlich Tischgemeinschaft mit allen.
Gott ist für uns Brot geworden, damit wir Brot für-einander sein können.
Diese Tischgemeinschaft konnte ich gleich am Abend erleben, da ich von den Zölibatsfrauen zum Abend-essen eingeladen war, welches Schwester Jela (auch eine der wichtigsten Begegnungen für mich) vorbereitet hatte.
Zum Abschluss fuhren wir um 21.00 zum Brandenburger Tor, um mit vielleicht Tausenden „Dona nobis pacem“ zu singen.

Carola Wilken


Anmelden

VkPF auf Facebook

Sie finden Beiträge und Hinweise zur VkPF auf unserer Facebook-Seite. Besuchen Sie uns dort!

Hinweis

Damit das Angebot dieser Webseite immer weiter optimiert werden kann, nutzen wir das Analysetool Piwik, um das Nutzerverhalten auf unserer Webseite anonymisiert zu erfassen. Dabei werden weder personenbezogene Daten noch die vollständige IP-Adresse, die einen Rückschluss auf die Person des Nutzers/der Nutzerin zulässt, gespeichert. Wenn Sie/Ihr dennoch dem Einsatz von Piwik widersprechen wollen/wollt, so ist dies über den Menüpunkt "Impressum" möglich. Dieser Hinweis erfolgt gemäß § 15 Abs. 3 TMG.

Literatur zum Zölibat

  • Oh, Gott! Kreuzweg Zölibat +

    Loser Friedli Gabriella Loser Friedli, Oh, Gott! Kreuzweg Zölibat, Wörtersee-Verlag, 2014

    Weiterlesen
  • Ich bin auf den Grund gegangen +

    Zellner Lorenz Zellner, Ich bin auf den Grund gegangen - aber nicht zugrunde, Verlag epubli GmbH, 2013 , 14,80 €

    Weiterlesen
  • Zölibat und Frau +

    BuchtitelLuise Rinser, Zölibat und Frau, Verlag Echter, 1967

    Weiterlesen
  • Zehn Argumente für den Zölibat +

    Buchtitel Hans Conrad Zander, Zehn Argumente für den Zölibat. Ein Schwarzbuch, Verlag Patmos, 2006, 7,95 €

    Weiterlesen
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6